Website erstellt: 01.09.2010

Website updated: 14.07.2017

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Das wird bewertet:

Die Pferde werden in der Regel von zwei FN-geschulten und geprüften Richtern im getrennten Richterverfahren bewertet. Jeder Richter vergibt pro Pferd 5 Noten von 1 bis 10 (sehr schlecht bis ausgezeichnet). Es werden auch halbe Noten vergeben (die genauen Noten entnehmen Sie bitte der Urkunde bei der Schau).

Alle Noten jedes Richters werden zusammen gezählt und hieraus die Durchschnittsnote ermittelt, welche gleichzeitig die Endnote darstellt.

Bewertet werden:

1. Typ:   Rasse – und Geschlechtstyp.

2. Gebäude:   Der Körperbau in den Proportionen zueinander.

3. Gang–Korrektheit: Korrekte Bein- und Hufstellung im Stand, Schritt und Trab.

4. Gang und Schwung: Die natürliche Veranlagung des Pferdes im Schritt und Trab (Raumgreifender Schritt, elastischer Rücken und eine aktive Hinterhandarbeit sind erwünscht).

5. Gesamteindruck: Allgemeine Ausstrahlung, Futter- und Gesundheits- bzw. Pflegezustand, Exterieur sowie Temperament und Charakter (Interieur) des Pferdes und letztlich auch das Erscheinungsbild des Vorführers (Garderobe).

Nach der Vorstellung des Pferdes wird dieses vor den Richtern erneut aufgestellt. Nun werden die Noten bekannt gegeben und eine aufschlussreiche professionelle Einschätzung der Richter hinsichtlich einer Eignung als Zuchttier gegeben.

Bewertungsablauf

Die Pferde werden nach Geschlecht und Alter in Klassen unterteilt.

 

Klasseneinteilung

Klasse H1: Hengste 6 Jahre und älter                   Klasse S1: Stuten 6 Jahre und älter

Klasse H2: Hengste 3-5 Jahre                                Klasse S2: Stuten 3-5 Jahre

Klasse H3: Hengste 2 Jahre                                     Klasse S3: Stuten 2 Jahre

Klasse H4: Hengstjährlinge                                     Klasse S4: Stutenjährlinge

Klasse H5: Hengstfohlen                                          Klasse S5:  Stutfohlen

Klasse W: Wallache

Innerhalb der Klasse müssen die Pferde sektionsweise (rassenweise)  geordnet werden.

Der Ablauf der Schau ist so eingeteilt, dass ab morgens 10:00 Uhr die Hengstklassen und die Wallachklasse gerichtet werden in der vorgenannten Reihenfolge. Für die Hengste erfolgt im Anschluss die Siegerehrung. Danach erfolgt eine Mittagspause, oft mit sehr schönen Schaueinlagen. Nach der Mittagspause werden die Klassen der Stuten und Stutfohlen gerichtet. Danach werden die Klassensieger aller Klassen sowie die Ehrenpreise vergeben.

Die Jungzüchter werden unmittelbar während der Vorstellung ihres Pferdes oder Ponys geehrt. Auch ist bei sehr jungen Vorstellern Hilfe Seitens Jugendlicher oder Erwachsener gerne gesehen.

Die Pferde werden nach den folgenden Sektionen/Rassen aufgegliedert:

1. Irish Cob

2. Irish Cob Crossbred

3. Pinto (Hunter, Pleasure, Stock, Pony, Gang, Barock, Kaltblut, Sch.  Warmblut)

4. Curly Horse

5. Appaloosa

6. Europäisches Appaloosa Pony

7. Deutsches Pinto-Barockpferd

8. Black and White Frisian

9. Brabanter

10. Drum Horse

11. Europäischer Tigerschecke

12. Europäisches Westernpferd

13. Friesenpferd

14. Knabstrupper

15. Lewitzer

16. Shetland Pony

17. Partbred Shetland-Pony

18. Quarter Pony

19. Europäischer Esel

20. Pintaloosa Kleines Reitpferd

21. Pintaloosa Pony

22. Curly Pony

23. Fellpony

24. All Coloured Fellpony

25. Fjordpferd

26. Arabisch Partbred Spezialpferd

27. Arabisch Partbred Reitpferd

28. Europäisches Miniaturpferd

29. Cross Interbreed (Rassenmixe bzw. -kreuzungen,  ohne Rassenzugehörigkeit)

 

Die einzelnen Sektionssieger werden nun ermittelt, wobei es ausnahmsweise auch einmal zwei Sektionssieger geben kann.

Anschließend treten die Sektionssieger der einzelnen Klassen gegeneinander an, sofern sie mindestens 40 Punkte oder Note 8 erreichen konnten. Sofern sehr viele Tiere mit diesen Noten aufgetrieben sind, können die Richter eine höhere Wertnote ausrufen.

Aus Ihnen wird nun der Klassensieger ermittelt (auch hier kann es ausnahmsweise zwei Sieger geben).

Der Endring ist offen für die Sieger der Klassen H und S, die sich zum Titel „Zuchtschausieger“ 1. und 2. Reservesieger bewerben.

Im Endring werden die Gewinner der gesponserten Decksprünge und Ehrenpreise bekannt gegeben.

...und so funktioniert es:

Nicht nur auf unseren Zuchtschauen, auch bei der Gesundheitskontrolle nach dem Reiten auf Turnieren, wenn ein Pferd dem Tierarzt, Schmied oder dem Richter auf Hofterminen zur Beurteilung des Exterieurs und Ganges vorgestellt wird, erfolgt dies durch das sogenannte “VORMUSTERN”, für das es eine zweckmäßige und deshalb auch feststehende Form gibt. Außer, wenn nach dem Reiten die Pferde vorgetrabt werden, erfolgt das Vormustern immer mit dem ungesattelten, jedoch aufgetrensten Pferd. Aus Gründen des Unfallschutzes ist es untersagt, ein adultes Pferd am Halfter vorzustellen. Deshalb sollte ein adultes Pferd immer aufgetrenst sein, wenn es vorgemustert wird.

Aufstellen des Pferdes:

Der Vorführende steht an der linken Seite. Seine rechte, in Schulterhöhe befindliche Hand hält die Trensenzügel, die durch Zeige- und Mittelfinger geteilt werden, etwa eine Handbreit unterhalb der Trensenringe, und zwar so, dass der rechte Zügel etwas kürzer ist als der linke. Die Zügelenden laufen von unten nach oben durch die volle rechte Hand und werden vom Daumen festgehalten. Wird das Pferd vor seinem Beurteiler oder dem Richter aufgestellt, so macht der Vorführende auf dessen Höhe Halt, stellt sich mit etwas auseinandergestellten Füßen vor den Kopf des Pferdes auf und erfasst den rechten Zügel mit der linken und den linken Zügel mit der rechten Hand in Höhe der Trensenringe, wobei die Daumen auf den Ringen liegen sollen und die Zügelenden in der rechten Hand verbleiben.

Hiernach wird das Pferd durch leichtes Vorwärtsziehen oder weichen Druck auf das Maul gerade und gleichmäßig auf alle vier Beine gestellt, wobei auf die offene Stellung zum Beurteiler bzw. Richter hin zu achten ist. Das heißt, die Vorderbeine stehen gleichmäßig bzw. das zum Beurteiler/Richter weisende etwas vor der Geraden und das entsprechende Hinterbein (auf der gleichen Seite natürlich) etwas hinter der Geraden. Dies erfordert etwas Übung, und besonders das Stillstehen der Hengste oder hochblütigen Stuten muss vorab geübt werden.

Der Kopf wird etwas angehoben. Auf alle Fälle soll das Pferd auf einer ebenen Fläche stehen. Ist keine vorhanden, dürfen die Vorderbeine etwas höher stehen.

 

Tritt ein Beurteiler oder Richter an das Pferd heran, der Pferd und Vorführer nicht kennt, so stellt der Vorführende das Pferd und sich selbst vor, wobei er auf die Besonderheiten des Pferdes aufmerksam macht.

 

Vorführen des Pferdes:

Nach der Vorstellung tritt der Vorführende an die linke Seite des Pferdekopfes und nimmt die Zügel wieder auf wie am Anfang.

Soll das Pferd züchterisch beurteilt werden, so erfolgt das Vorführen auf einer in Dreiecksform angelegten Bahn bzw. auf einem Viereck. Mitunter begnügt man sich auch mit dem Hin- und Herführen auf einer geraden Linie, an deren Ende das Pferd immer eine Rechtsumkehrwendung machen muss.

Das Pferd wird zuerst im Schritt, danach im Trab/Jog vorgeführt. Der Vorführende geht neben dem Pferdekopf, die rechte Hand in Schulterhöhe, den linken Arm in zwangloser Bewegung, frei vorwärts. Beim Trab läuft der Vorführende in der gleichen Weise mit, wobei er Gleichschritt mit dem Pferd aufnimmt.

Im Viereck erfolgt die Vorstellung ebenfalls mittig im Schritt gerade vom Beurteiler/Richter weg, mit Rechtswendung im Schritt zügig zurück, in anschließender Abwendung nach rechts auf das Viereck, in der Wendung in den Trab/Jog übergehend. Auch hier erfolgt anschließend die erneute Aufstellung.

 

Allgemeines:

Bei einem phlegmatischen Pferd geht der Vorführende seitwärts etwas vor dem Kopf und versucht, es mit etwas erhobener Hand zu führen. Dabei darf er es nicht ansehen. Günstig ist es, wenn ein Helfer (Peitschenführer), der sich schräg hinter dem Vorführenden befindet, treibende Hilfen unterhalb der Sprunggelenke gibt. Knallen oder Schwirren lassen der Peitsche sind zu vermeiden.

Bei einem heftigen Pferd, das vorwärts drängt und eilt, bleibt der Vorführende an dessen Schulter zurück und gibt sanfte Zügelanzüge. Ist das Drängen stärker, so hebt der Vorführende die linke Hand vor das Gesicht des Pferdes, bis es sich beruhigt.

 

Schlägt ein Pferd mit Vorder- oder Hinterbeinen gegen den Vorführenden, hält dieser sich dicht an dessen Schulter und straft diese Unart sofort durch einen Stoß der rechten Hand gegen das Kinn des Pferdes.

Viel Erfolg und Spaß beim Vorstellen!